CSD ERFURT 2016 – ERFURT STELLT SICH QUEER

programm-csd-erfurt-2016

Geschichte CSD

Namensgebend für den Christopher Street Day (CSD) war der 28. Juni 1969 an dem erstmalig in der geschriebenen Geschichte gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und jungen Menschen aufgrund deren sexueller Orientierung bekannt wurden.

In Folge meherer Razzien im Stonewall In, einer Bar in der Christopher Street in New York, kam es zu spontaner Gegenwehr der Jugendlichen, die zunächst versuchten der Polizei den Zugang zu den betroffenen Etablissments zu verwehren.

Mit den aktuellen CSDs wollen wir einerseits an diese Ereignisse erinnern und feiern, dass wir für die Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung nicht mehr gewaltsam vorgehen müssen. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, dass die damals angestrebte Gleichberechtigung noch immer nicht erreicht ist. Es gibt in der zivilisierten Welt keine staatliche Verfolgung mehr, in Deutschland darf im Anstellungsgespräch nicht mehr nach intimen Päferenzen gefragt werden, dennoch gibt es noch keine echte Gleichberechtigung. Unterschwellige Diskriminierung in allen Lebenslagen vom Arbeitsplatz bis zu Blutspende, und offizielle Unterschiede in der Beurteilungen der Lebensverhältnisse bis hin zur Besteuerung müssen noch beseitigt werden. Hier fehlen noch wirklich wirksame Mittel die gesellschaftlich sanktionierten Missstände zu bekämpfen und eine Gleichstellung die über Lippenbekenntnisse von Parteitagen hinausgeht zu erreichen.

Wir wollen zeigen, dass wir stolz sind auf unsere Unterschiedlichkeit; dass wir bunt und lebensfroh sind, dass wir offen zeigen, wer wir sind und erwarten, dass die Gesellschaft uns genauso akzeptiert, wie wir einander akzeptieren. Wir wollen keine Toleranz sondern echte Gleichberechtigung und Zustimmung. Auf allen Ebenen und in allen Facetten der Lebensgestaltung so behandelt werden, wie dies alle anderen Menschen auch werden.